Das Geschenk des Schenkens

“Ich habe heute ein paar Blumen nicht gepflückt, um dir ihr Leben zu schenken.“

CHRISTIAN MORGENSTERN

Wenn wir wissen und spüren, wie reich wir sind und wieviel wir zu geben haben, macht es uns große Freude, wenn wir diesen Reichtum auch mit anderen teilen können.

Wie fühlst du dich, wenn du aus wahrer und ehrlicher Großzügigkeit heraus gibst?

Wenn deine Geschenke keine Berechnung sind, kein Tauschhandel oder Geschäft, kein Lechzen nach Aufmerksamkeit oder die Erwartung von Dank oder Gegenleistungen, sondern wenn dein Geben aus der eigenen Freude am (inneren oder äußeren) Reichtum entwächst?

Schenken hat viele Gesichter

Wertvolle Dinge oder auch Geld zu schenken oder zu spenden sind ein materieller Ausdruck von Großzügigkeit. In unserer materiell orientierten Welt drücken diese Handlungen eine wesentliche Komponente des Gebens aus.  

Doch Geben und Schenken hat eine viel größere Vielfalt – auch und besonders an immateriellen Formen: Wir können Zeit schenken, ein besonders wertvolles Gut…oder Aufmerksamkeit und echtes und ehrliches Interesse.

Wahre Großzügigkeit zeigen wir, indem wir konträre Meinungen gelten lassen, unsere Hand zur Versöhnung auszustrecken oder wenn wir jemanden verzeihen, der uns unrecht getan oder verletzt hat.

Großzügigkeit als Haltung

Großzügigkeit ist eine Haltung, die wir kultivieren können. Sie ist eng mit der Fähigkeit zum Loslassen verbunden. Ebenso mit der Weisheitspraxis der Dankbarkeit. Und sie lehrt uns zu geben ebenso wie zu nehmen. Denn Großzügigkeit hat viele Dimensionen: Auf tieferer Ebene müssen wir oft auch erst lernen, anzunehmen, um wirklich großzügig geben zu können.

Was können wir uns selbst geben?

Wenn wir Zugang zu jener Quelle finden, die uns selbst mit unserer eigenen Fülle verbindet, die uns zu unserer natürlichen und angeborenen Fähigkeit zu lieben führt, dann kann Großzügigkeit ganz natürlich aus uns fließen. Dann können wir uns auch innerlich selbst beschenken, indem wir uns und unseren wahren inneren Bedürfnissen Aufmerksamkeit schenken, indem wir uns selbst liebevoll annehmen, wie wir sind. Dann können wir über unsere eigenen Unzulänglichkeiten großzügig und wohlwollend hinwegsehen. Wir müssen uns dann nicht verdammen dafür, dass wir nicht perfekt sind.

Großzügigkeit als Kompass

Großzügigkeit kann zu einem richtungsweisenden Kompass werden, der uns an unser Geburtsrecht auf Glück und Erfüllung erinnert, der unser Herz weitet und uns eine ganz besondere Freiheit beschert. Wir können uns dabei an unseren Gaben und an einer tieferen Dimension von Reichtum orientieren und dabei das vermeintliche Paradox verstehen, dass Teilen und Loslassen unseren eigenen Reichtum um ein Vielfaches vermehrt.

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