Der Herbst ist immer unsere beste Zeit

Credit: Ulrike Zika

Der Herbst ist immer unsere beste Zeit.“ (Goethe)

Der Herbst ist die Zeit der Ernte. Die Früchte kommen zur Vollendung und sind überreif, jetzt kann ich sie leicht pflücken. Ihre Form ist prall, ihr Geschmack ist voll, intensiv und süß. Die ersten kühlen Stunden im Spätsommer rufen uns allmählich in Erinnerung, dass der Sommer zur Neige geht. Die Sonne wird auch langsam müde und begibt sich nun von Tag zu Tag früher zur Ruhe. Die Blätter der Bäume beginnen gleich mit ihrem aufregenden Farbenspiel, zuerst nur zaghaft, dann immer wilder.

Loslassen

Der Herbst ist auch die Zeit des Loslassens, die Vergänglichkeit wird uns jetzt in den schillerndsten Farben vor Augen geführt. Wenn die Früchte am reifsten und am süßesten sind, fallen sie ab und beginnen bald darauf zu verfaulen, so ist der Lauf des Lebens.

Wenn das Loslassen nicht gelingt, kann sich Traurigkeit breitmachen. Das weiß auch die Traditionell Chinesischen Medizin (TCM), denn dort entspricht die Emotion der Trauer dem Herbst, die dazugehörigen Organe sind Dickdarm und Lunge. Der Dickdarm steht dafür, das Reine vom Trüben zu trennen, aussortieren ist die Devise: Was brauche ich wirklich und was will ich loslassen?

Selbstfürsorge ist …. Selbstvorsorge

Wer sich im Herbst gut auf den Winter vorbereitet, wird die dunkle und kalte Zeit besser überstehen, im Innen wie im Außen. So wie wir in der warmen Zeit noch Holz einlagern, um im Winter nicht zu frieren, so können wir auch unseren Körper und unseren Geist in Zeiten der Wärme mit ausreichend „Brennholz“ für die kalte Zeit versorgen. Wenn wir das körperlich umsetzen, bedeutet das regelmäßig warm zu essen, warm zu frühstücken, Kraftsuppen und Kompotte zu löffeln, wie es die Diätetik der TCM vorschlägt. Unsere Seele wärmen wir in Zeiten der Freude damit, dass wir das Gute bewusst in uns aufnehmen, die schönen und angenehmen Dinge wahrnehmen und sie mit Dankbarkeit tief in uns einsinken lassen. Was hat kürzlich dein Herz erwärmt? Welche wohlig-warmen Gedanken und Gefühle kannst du verinnerlichen?

Achtsamkeitsübung „Den Herbst erforschen“

Wie spürst du den Herbst? In dir? In der Natur? Wie sieht er für dich aus? Wir riecht er? Wie schmeckt er? Welche Gefühle löst er in dir aus? Erinnerungen? Wie empfindet dein Körper den Herbst? Was braucht er jetzt? Und deine Seele? Was tut ihr jetzt gut?

Ich lade dich ein, deine Aufmerksamkeit auf die Anzeichen des Herbstes zu lenken!

Wie fühlt sich die kühlere Temperatur auf deiner Haut an?

Wie schmeckt das reife Obst oder Gemüse, das diese Jahreszeit jetzt hervorbringt?

Welches Licht schenkt uns der Herbst?

Wie riecht es draußen?

Verändern sich die Geräusche, die du hören kannst?

Vielleicht möchtest du ein Herbst-Tagebuch eröffnen?

Oder ein herbstliches Bild malen?

Ein Herbst-Gedicht schreiben?

Verbindest du den Herbst mit positiven Empfindungen? Oder mit negativen? Oder ist er neutral?

Erforsche mit all deinen Sinnen dieses herbstliche JETZT.

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